Impulsbeitrag: aus dem Nähkästchen geplaudert

Persönliches Wissensmanagement – Eine Begriffskonstruktion, über die ich doch ein wenig länger nachdenken muss als gedacht, um sie zu begreifen.

Ist es eins dieser Wörter, die nur aufgrund ihres hippen und trendigen Seins verwendet werden und eigentlich auf etwas längst Bestehendes verweisen? Sind Zeit-, Aufgaben- und Organisationsmanagement nur einfach Synonyme, aber in ihrem Wortdesign so undynamisch, dass sie durch eine neue Konstruktion ersetzt werden müssen?

Es erscheint auf den ersten Blick so. Um jedoch mehr über das Konstrukt „Persönliches Wissensmanagement“ zu erfahren tauche ich ein in die zahlreichen Materialien und Quellen, die hier zu finden sind …

Insbesondere bei der Quelle „Individuelles Wissensmanagement – ein Rahmenkonzept für den Umgang mit personellem und öffentlichem Wissen“ von Gabi Reinmann werde ich fündig.

Wenn von „individuellem Wissensmanagement“ die Rede ist (vgl. Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2000) sind (bei Übertragung der organisationsbezogenen Bedeutung) sowohl die aufeinander abgestimmten Tätigkeiten zum „Leiten und Lenken“ des eigenen Wissens und der uns umgebenden Informationen gemeint als auch die Handhabung vielfältiger Anforderungen an unsere Erkenntnistätigkeit und der geschickte Umgang mit hierfür vorhandenen (oft mediengestützten) Hilfsmitteln bzw. Instrumenten […].

Die Formulierungen „Leiten und Lenken“; „Handhabung vielfältiger Anforderungen“ und „geschickter Umgang“ lassen mich aufhorchen und verdeutlichen mir, was das persönliche Wissensmanagement von den Begrifflichkeiten Zeit- oder Ablauforganisation abgrenzen – nämlich die Ergänzung um einen strategischen Aspekt!

WIE setze ich WAS ein, um WELCHE Ergebnisse zu erreichen. Das ist mein Verständnis von der Thematik!

Insbesonders das WAS erscheint für viele SOOCianer ein wichtiger Aspekt. So tauchten in einigen PLEs Werkzeuge der Kollaboration, Kommunikation und eigenen Organisation auf, die anderen Teilnehmenden noch nicht bekannt waren (z.B. hier über Evernote). Dies zeigt mir, dass auch Andere das Bedürfnis haben, neue Tools (das trendige und hippe Wort von Werkzeug 😉 ) auszutesten und zu schauen, inwieweit diese einen Nutzen für eigene Arbeiten haben können.

Gerade im Zusammenhang mit der Vorbereitung des SOOC kann ich selbst aus dem Nähkästchen plaudern, dass auch für mich einige Möglichkeiten der internetbasierten Kommunikation neu waren. So findet beispielsweise der Austausch und die Abstimmung unter den sieben GastgeberInnen in Form eines MicroBlogs (Communote) statt. Ein Werkzeug, das ich voher nicht genutzt hatte.

Besonders dankbar war ich für den Hinweis auf Jane Hart`s Top 100 Tools for Learning. Doch bereits der Teilnehmer nise81 stellte dazu fest:

Auffällig ist der Mangel an Software zur Literaturverwaltung, oder habe ich da was übersehen?

Richtig. Ich denke, dass diese Auflistung natürlich nicht alle Werkzeuge wiedergeben kann und darum würden wir uns freuen, wenn Ihr eure Tipps und Kniffe verratet und weitergebt, WAS ihr für euer persönliches Wissensmanagement verwendet.

Welche Wekzeuge sind dein Geheimtipp? Warum ist es so gut? Bzw. gibt es auch Werkzeuge, die ihr bewusst meidet? Wenn ja, aus welchen Gründen …

Sewing von Smabs Sputzer (CC-BY)

dein Nähkästchen…

Wir sind gespannt, wenn ihr aus dem Nähkästchen plaudert!