Kategorie-Archiv: Wochenrückblick

Zwischenbilanz Themenblock III: Zwischen Verwirrung und Erleuchtung

Und wo stehen Sie nach dieser ersten Woche im Themenblock III: Voraussetzungen und Rahmenbedingungen – rechtlich, politisch, persönlich?!

7266762830_6b172ddbceUrheberrecht (CC-BY-SA) by mcolmz

Die beiden Impulsbeiträge von alexforsooc und fraukapunkt zu Anfang der Woche haben den Themenblock  hervorragend eingeleitet, indem sie unsere beiden thematischen Schwerpunkte des Blocks (Urheberrecht und Datenschutz) noch einmal aus der Perspektive der persönlichen Reflexion aufgriffen.

Viel Diskussion gab es dann besonders um die Frage, ob Lehrer und Schüler bei Facebook befreundet sein sollten. Zu unserem vorgeschlagenen Artikel hat fabiansiegen eine sehr ausführliche Reflexion veröffentlicht. Die meisten Blogger sind der Überzeugung, das Privat- und Berufsleben in diesem Fall getrennt werden sollten. Kevpa und durin schlagen vor, für die Lehrer-Schüler-Kommunikation lieber Plattformen wie moodle zu nutzen, annger schlägt ein Forum vor und nils_von rät zur strickten Trennung der Kommunikationskanäle.

Auch zum Gedankenexperiment, wie eine Lehre ohne Präsenzveranstaltungen aussehe, haben viele Teilnehmende gepostet. Kevpa und durin werfen hierbei eine Personaldiskussion auf (hier hat sich über die Kommentare schon eine richtige Diskussion entwickelt), annger erörtert die Auswirkungen auf die eigene Person und mrgnz wünscht sich, dass es einen universitätsweiten Blogaggregator gäbe. Ebenfalls hat kevpa einen Spiegel-Artikel zur Thematik verlinkt, in der die Potenziale und Auswirkungen der Hochschule 2.0 erörtert werden.

P1030558Erleuchtung (CC-BY-NC-SA), by dpscheida

An unserem Aufruf zur Schnoertzeljagd haben sich neben Andrea Lissner auch durin und annger beteiligt. Wir sind gespannt, wer die Rätsel als erstes löst 😉 … Noch ist eine Woche Zeit, mitzumachen!

Übrigens: Wir freuen uns natürlich schon sehr auf unseren Experten Jöran Muuß-Merholz, mit dem wir am Montag (24.06.) von 16-18 Uhr in einer Live-Session diskutieren können. Das Gespräch wird hoffentlich noch ein wenig mehr zur Erleuchtung beitragen und der eventuellen Verwirrung entgegenwirken! Alle Fragen an ihn wurden im offenen Etherpad gesammelt. Wer bislang nicht dazugekommen ist, kann auch am Wochenende noch weiter ergänzen oder die Fragen dann live im Chat stellen.

Themenblock II feiert Bergfest

Die erste Woche des Themenblock II ist um. Schauen wir doch mal, was bisher so alles passiert ist…

Am Aufruf zur Blogparade haben sich zu unserer großen Freude sehr viele ProfessorInnen und Dozenten beteiligt. Vielen Dank dafür! Eine Übersicht mit Daten und einer Auswahl an Motiven findet sich hier. Eine Sammlung aller Beiträge zur Blogparade ist auf Storify zu finden. Aber lesen die Teilnehmer des SOOC eigentlich Professoren-/Dozentenblogs? Und ist ihr eigener Blog denn schon zu einem wichtigen Werkzeug geworden oder eher leidige Pflicht? Wir freuen uns auch hier über Beiträge.

Schon vor dem Expertenvortrag mit Gabriele Vollmar am Freitag, haben sich viele mit persönlichen Wissensmanagement auseinander gesetzt und dazu die ersten Seiten ihres individuellen „Buch des Wissens“ mit ihrer persönlichen Wissensbilanz gefüllt. Die ersten kreativen Beiträge stammen von fabiansiegen, schmidpw , vanulm und durin.

The complete compendium of universal knowledge

Buch des Wissens

Im Expertenvortrag selbst wurde dann kräftig zum persönlichen Wissensmanagement und zum Konzept der Wissensbilanz, sowie zu Werkzeugen und Methoden zu deren Erfassung und Visualisierung diskutiert. Die Referentin Gabriele Vollmar betonte dabei auch, dass ein aktives Wissensmanagement vor allem bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – und zwar für das, was man weiß und das, was man bewusst nicht weiß. Letzteres kann man auch mit dem Begriff der „positiven Ignoranz“ (Ursula Schneider) fassen. Als Methoden sind das Kompetenzrad und Mikroartikel zur Sprache gekommen. Die Herausforderung scheint vor allem in der regelmäßigen Pflege zu liegen: Wann muss so eine Wissensbilanz aktualisiert werden? Die Aufnahme der Live-Session für alle zum Nachhören findet sich hier, Notizen zum Vortrag haben einige Teilnehmer im Etherpad zusammengetragen.

Einen Interessanten Einblick in die persönliche Infrastruktur eines SOOC13-Teilnehmers während der Live-Session haben uns Katrin Etzrodt und Mario Ganz gegeben. Danke dafür!

https://twitter.com/Katrin_ee/status/343030996045811713

https://twitter.com/mr_gnz/status/343032759314423808

Auch gingen schon erste Beiträge zur Reflexion von (Social Media-) Werkzeugen ein. Hierbei wurde zu den Vor- und Nachteilen von Twitter, Skype und moodle gebloggt. Neue Tools wurden ausprobiert, hier scheint vor allem Evernote neu und schnell beliebter zu werden (siehe hier und hier). Auch wurde eine SOOC13-Facebookgruppe eröffnet, der gerne hier beigetreten werden kann. Ebenfalls wurde über die Möglichkeit, einen SOOC13-IRC-Channel einzurichten, diskutiert (nachzulesen hier oder hier).

Bitte daran denken: Ab dieser Woche bitten wir alle, die Credit-Points sammeln möchten, ihre aktiven Beiträge in das Portfolio-Aggregationsformular einzutragen.

Wir freuen uns auf viele weitere spannende, anregende und kreative Beiträge in der zweiten Woche vom Themenblock II!

Das war er: der Themenblock I

Kaum hat der SOOC13 angefangen, schon sind die ersten drei Wochen und damit der erste Themenblock „Lernen 2.0 – Theorien und Ansätze“ auch wieder um. Bereits in der ersten Woche ging es ganz schön rund und viele SOOCler haben zu den Themen Lernen 2.0, PLE und zu unserem Konnektivismusexperiment gebloggt und getwittert. Knackig zusammengefasst wurde dies zum Ende der Woche 1 von Daniela und Anja, nachzulesen hier.

Zu Pfingsten und in der Fronleichnamwoche ging es dann weiterhin um das Konnektivismusexperiment. Es wurde ordentlich über Sinn und Unsinn reflektiert, z.B. von vanulm oder agadew. Aber vor allem wurden die letzten zwei Wochen von der Diskussion über PLEs dominiert. Viele SOOCler wurden kreativ und haben fleißig gezeichnet, gemindmapped und natürlich über ihre PLE reflektiert. Wie verschieden solche PLEs aussehen können, zeigt unsere PLE-Galerie. Auch der Expertenvortrag von Martin Ebner am Montag dieser Woche hat die Diskussionen weiter angeregt. Dabei hatte er PLEs generell und die Umsetzung der TU Graz, in der PLEs mit Hilfe von Widgets aufgebaut werden, vorgestellt. Die aufgezeichnete LiveSession finden Sie hier.

Screenshot_LiveSession

Am Montag startet dann Themenblock II mit den Werkzeugen für persönliches Lern- und Wissensmanagement. Viele SOOCler haben ihrer PLE schon Werkzeuge zugeteilt. Juliegoessocial und rien haben auch schon über die Nutzerfreundlichkeit von WordPress und Twitter gebloggt und somit schon gut auf Themenblock II übergeleitet. Und natürlich folgt die Zusammenfassung zur Blogparade

Wir freuen uns auf Themenblog II und weiterhin so viele spannende Beiträge! 🙂

Wochenzusammenfassung: Experimentierfreude und PLE-Galerie

Die erste SOOC-Woche ist schon fast wieder um und der Blog-Aggregator füllt sich mit Beiträgen. Zeit, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen:

Wie war’s? Was war? War was?!

Ja, und ob! Kaum war der Eröffnungspost mit dem Material zum Themenblock draußen, ploppten schon die ersten Tweets auf: Aha, es gab da draußen also wirklich ein paar Leute, die wie wir gespannt auf den Start des SOOC13 gewartet hatten und sich mit uns auf die nächsten Wochen freuten. Gute Voraussetzungen und reichlich Motivation zum Weitermachen…und schwupp waren wir auch schon mittendrin in Diskussionen rund um Digital Natives, Persönliche Lernumgebungen und die Hintergründe des Gelingens bzw. Scheiterns von Social Media-Experimenten. Aber der Reihe nach…

Lernen 2.0: Ist das (schon) was für uns?

Ein erster wichtiger Aspekt in diesem Themenblock ist ja die Annäherung an und Auseinandersetzung mit neuen Konzepten des Lehrens und Lernens. Gerade unter den Bedingungen unserer mediatisierten und beschleunigten Welt reicht es nicht mehr, Lernen und Wissenserwerb vom Einzelnen her zu denken. Wir sind vielmehr auf ein funktionierendes Wissensnetzwerk angewiesen, das einen im Bedarfsfall mit den notwendigen Hinweisen und Quellen versorgt – behauptet zumindest der Konnektivismus.

Allerdings: Was zunächst einmal so selbstverständlich und einleuchtend klingt, erweist sich in der Praxis dann doch oft als ein wenig tricky. Entweder sind es formale Barrieren, die hier Schwierigkeiten machen und Innovationsprozesse bremsen – wie @n_neptun in ihrem Impulsbeitrag am Mittwoch deutlich machte. Oder aber wir stehen uns selbst im Weg, weil es eben doch nicht so leicht ist, alte Lerngewohnheiten über Bord zu werfen und nach neuen Strategien zu suchen. Denn das Beschreiten dieser neuen Weg braucht vor allem Zeit – und die ist bei allen knapp.

(by Anja Lorenz)

(by Anja Lorenz)

Trotzdem: Das Verlassen der alten Welt eröffnet, wie man weiß, ab und an sogar neue Horizonte. Und die sind, wie zu lesen war, hier und da aufgegangen. Manchmal ist der Schritt dahin gar nicht so groß – da reicht es schon, sich Alltägliches einmal bewusst vor Augen zu führen. Die ersten Blogposts zu Ihren PLEs sind so ein Beispiel…

Zeigt her Eure PLEs!

Auch das gehört zu dieser ersten SOOC-Woche: Die ersten Bilder der Persönlichen Lernumgebungen der SOOC-TeilnehmerInnen. Einige besonders schöne Beispiele hat Anja hier schonmal zusammengetragen – zum Stöbern und Ideen holen für die eigene Darstellung.

Konnektivismus live erleben: (Wie) Funktioniert das?

… Und dann waren bzw. sind da ja auch noch die Experimente, die bereits für einigen Diskussionsstoff gesorgt haben. Für ein zufällig von Wikipedia vorgeschlagenes Schlagwort sollte über Twitter eine Person gefunden werden, die sich damit auskennt und einem weitere Anhaltspunkte zu diesem Schlagwort liefern kann.

Die Idee dahinter: Man nutzt die Weisheit der Netzgemeinde, um die eigene Wissenslücke zu füllen – ganz im Sinne des Konnektivismus also. Der Effekt war dennoch eher mäßig, wie man bei nils_von, cakoshaus und vor allem kevpa nachlesen kann.

Ist das Experiment also schon nach nur wenigen Versuchen als gescheitert zu betrachten? Ganz und gar nicht! Denn wie wir alle wissen gehört zu jedem guten Experiment auch eine ausführliche Fehlerbetrachtung und Analyse. Und diese erweist sich gerade als absolut fruchtbar. Geschmacksprobe?! Bitteschön: hier und hier.

Und nächste Woche?

Da geht es natürlich weiter, es gibt in diesem Themenblock sehr viel zu entdecken: Ist Konnektivismus wirklich eine Lerntheorie? Das wird ja von einigen angezweifelt, vgl. hier.  Was ändert sich denn gerade durch die Möglichkeiten, im Netz verstärkt zu lernen? Wie erleben die Teilnehmer des SOOC13 die ersten Erfahrungen in diesem MOOC?

Haben die anderen Teilnehmer vielleicht Tools in ihrer PLE, bei der man gar nicht weiß, wofür die gut sind? Dann könnte man die auch mal fragen, z. B. über die Kommentare in den Blogs. Gibt es denn Lernaufgaben/-tätigkeiten in der eigenen PLE, für die man noch keine zufriedenstellenden Tools oder Methoden gefunden hat? Verzettelt man sich beispielsweise immer bei Literatursammlungen? Oder verliert man seine Notizen? Gäbe es da bessere Lösungen?

Und dann werden natürlich auch weiterhin Probanden und VersuchsleiterInnen für die Konnektivismus-Experimente gesucht: Also ran an die Experimentierkästen! Vielleicht funktioniert das #conexperiment ja doch?!

Und was machen wir GastgeberInnen?

Wir haben in dieser ersten Woche schon immens selbst viel dazu gelernt, einiges haben wir in unserem ePortfolio verbloggt: http://sooc13.wordpress.com/blog/ Und da sieht man auch schon, wie sehr wir nicht mehr (nur) GastgeberInnen, sondern auch TeilnehmerInnen des #SOOC13 werden.

Und hinter den Kulissen werkeln wir natürlich weiter. Wir müssen die erste Umfrage auswerten, haben einen Beitrag zum SOOC13 bei der EduLearn13 eingereicht und bereiten die nächsten Wochen vor. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber Dienstag morgen startet eine kleine Nebenaktion, die hoffentlich auch zeigen kann, wie Vernetzung und Meinungsaustausch im Netz funktionieren kann: eine kleine Blogparade…