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Impulsbeiträge zum Themenblock III

Der Rechtsraum Internet wird von vielen Nutzern mit einem Achselzucken abgetan! Urheberrecht? Musikdownload? Geistiges Eigentum? – Geht mich nichts an….

Die SOOC-Teilnehmerin fraukapunkt hat sich genau darüber Gedanken gemacht und in ihrem Beitrag „Google ist leider keine Quelle: Impuls zum Themenblock III“ über ihre eigenen Erfahrungen im Schulkontext mit der Thematik geschrieben. Neben praktischen Tipps, wie Quellen legal einzubetten sind und wo wir Materialien herbekommen hat sie das spannende Thema „Rechtsraum Twitter“ aufgemacht.

Mit sehr interessanten Artikeln aus der Presse hinterlegt taucht man sehr schnell in die Thematik ein und klickt sich immer weiter durch … Spannende Quellen und Aspekte, die mir zeigen, dass es jeden Einzelnen betrifft!

Ein ebenso lesenswerten Beitrag finden Sie auch von alexforsooc13, die sich im in ihrem Impulsbeitrag „Surfst du noch oder präsentierst du schon?“ mit der Aspekt des Datenschutzes im Internet auseinandersetzt und analysiert. Neben den Risiken und Gefahren reflektiert sie ebenso  die Chancen und Möglichkeiten, die uns das Internet bietet. Eine sehr schöne Gegenüberstellung, die sowohl die Vorteile und Nachteile der Vernetzung in die Waagschale wirft.

Danke, für diese zwei tollen Impulse und die vielen Denkanstöße!

Wochenzusammenfassung: Experimentierfreude und PLE-Galerie

Die erste SOOC-Woche ist schon fast wieder um und der Blog-Aggregator füllt sich mit Beiträgen. Zeit, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen:

Wie war’s? Was war? War was?!

Ja, und ob! Kaum war der Eröffnungspost mit dem Material zum Themenblock draußen, ploppten schon die ersten Tweets auf: Aha, es gab da draußen also wirklich ein paar Leute, die wie wir gespannt auf den Start des SOOC13 gewartet hatten und sich mit uns auf die nächsten Wochen freuten. Gute Voraussetzungen und reichlich Motivation zum Weitermachen…und schwupp waren wir auch schon mittendrin in Diskussionen rund um Digital Natives, Persönliche Lernumgebungen und die Hintergründe des Gelingens bzw. Scheiterns von Social Media-Experimenten. Aber der Reihe nach…

Lernen 2.0: Ist das (schon) was für uns?

Ein erster wichtiger Aspekt in diesem Themenblock ist ja die Annäherung an und Auseinandersetzung mit neuen Konzepten des Lehrens und Lernens. Gerade unter den Bedingungen unserer mediatisierten und beschleunigten Welt reicht es nicht mehr, Lernen und Wissenserwerb vom Einzelnen her zu denken. Wir sind vielmehr auf ein funktionierendes Wissensnetzwerk angewiesen, das einen im Bedarfsfall mit den notwendigen Hinweisen und Quellen versorgt – behauptet zumindest der Konnektivismus.

Allerdings: Was zunächst einmal so selbstverständlich und einleuchtend klingt, erweist sich in der Praxis dann doch oft als ein wenig tricky. Entweder sind es formale Barrieren, die hier Schwierigkeiten machen und Innovationsprozesse bremsen – wie @n_neptun in ihrem Impulsbeitrag am Mittwoch deutlich machte. Oder aber wir stehen uns selbst im Weg, weil es eben doch nicht so leicht ist, alte Lerngewohnheiten über Bord zu werfen und nach neuen Strategien zu suchen. Denn das Beschreiten dieser neuen Weg braucht vor allem Zeit – und die ist bei allen knapp.

(by Anja Lorenz)

(by Anja Lorenz)

Trotzdem: Das Verlassen der alten Welt eröffnet, wie man weiß, ab und an sogar neue Horizonte. Und die sind, wie zu lesen war, hier und da aufgegangen. Manchmal ist der Schritt dahin gar nicht so groß – da reicht es schon, sich Alltägliches einmal bewusst vor Augen zu führen. Die ersten Blogposts zu Ihren PLEs sind so ein Beispiel…

Zeigt her Eure PLEs!

Auch das gehört zu dieser ersten SOOC-Woche: Die ersten Bilder der Persönlichen Lernumgebungen der SOOC-TeilnehmerInnen. Einige besonders schöne Beispiele hat Anja hier schonmal zusammengetragen – zum Stöbern und Ideen holen für die eigene Darstellung.

Konnektivismus live erleben: (Wie) Funktioniert das?

… Und dann waren bzw. sind da ja auch noch die Experimente, die bereits für einigen Diskussionsstoff gesorgt haben. Für ein zufällig von Wikipedia vorgeschlagenes Schlagwort sollte über Twitter eine Person gefunden werden, die sich damit auskennt und einem weitere Anhaltspunkte zu diesem Schlagwort liefern kann.

Die Idee dahinter: Man nutzt die Weisheit der Netzgemeinde, um die eigene Wissenslücke zu füllen – ganz im Sinne des Konnektivismus also. Der Effekt war dennoch eher mäßig, wie man bei nils_von, cakoshaus und vor allem kevpa nachlesen kann.

Ist das Experiment also schon nach nur wenigen Versuchen als gescheitert zu betrachten? Ganz und gar nicht! Denn wie wir alle wissen gehört zu jedem guten Experiment auch eine ausführliche Fehlerbetrachtung und Analyse. Und diese erweist sich gerade als absolut fruchtbar. Geschmacksprobe?! Bitteschön: hier und hier.

Und nächste Woche?

Da geht es natürlich weiter, es gibt in diesem Themenblock sehr viel zu entdecken: Ist Konnektivismus wirklich eine Lerntheorie? Das wird ja von einigen angezweifelt, vgl. hier.  Was ändert sich denn gerade durch die Möglichkeiten, im Netz verstärkt zu lernen? Wie erleben die Teilnehmer des SOOC13 die ersten Erfahrungen in diesem MOOC?

Haben die anderen Teilnehmer vielleicht Tools in ihrer PLE, bei der man gar nicht weiß, wofür die gut sind? Dann könnte man die auch mal fragen, z. B. über die Kommentare in den Blogs. Gibt es denn Lernaufgaben/-tätigkeiten in der eigenen PLE, für die man noch keine zufriedenstellenden Tools oder Methoden gefunden hat? Verzettelt man sich beispielsweise immer bei Literatursammlungen? Oder verliert man seine Notizen? Gäbe es da bessere Lösungen?

Und dann werden natürlich auch weiterhin Probanden und VersuchsleiterInnen für die Konnektivismus-Experimente gesucht: Also ran an die Experimentierkästen! Vielleicht funktioniert das #conexperiment ja doch?!

Und was machen wir GastgeberInnen?

Wir haben in dieser ersten Woche schon immens selbst viel dazu gelernt, einiges haben wir in unserem ePortfolio verbloggt: http://sooc13.wordpress.com/blog/ Und da sieht man auch schon, wie sehr wir nicht mehr (nur) GastgeberInnen, sondern auch TeilnehmerInnen des #SOOC13 werden.

Und hinter den Kulissen werkeln wir natürlich weiter. Wir müssen die erste Umfrage auswerten, haben einen Beitrag zum SOOC13 bei der EduLearn13 eingereicht und bereiten die nächsten Wochen vor. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber Dienstag morgen startet eine kleine Nebenaktion, die hoffentlich auch zeigen kann, wie Vernetzung und Meinungsaustausch im Netz funktionieren kann: eine kleine Blogparade…

Meinen die uns?

Der SOOC hat gestartet und diese Woche geht es um das Thema Lernen 2.0 mit den Aspekten E-Learning, Konnektivismus und Personal Learning Environments (PLE).

Um in das Thema einzusteigen, haben wir uns mit dem Blogbeitrag von Stephen Downes, welcher als Kernliteratur für diese Woche empfohlen wurde, beschäftigt.

Stephen Downes stellt E-Learning als „Mainstream“ und das „neue Normal“ vor. Das Konzept werde in Wirtschaft, als auch in Universitäten wie selbstverständlich eingesetzt und gilt schon lange nichtmehr als Exot. Dieser Trend habe auch seine Grundlage in dem veränderten Nutzerverhalten, welches sich vom reinen Rezipieren entfernt und zum Mitgestalten wandelt. Besonders Digital Natives, also die von Marc Prenzky definierte Generation, die quasi wie ihre Muttersprache bloggen, twittern, podcasten und facebooken, verlange geradezu nach interaktiven Lehrformen. Und: Die Mehrheit der SOOC-Teilnehmer gehört laut Definition dazu (alle nach 1980 Geborenen).

Digital Natives: Kind mit iPad

Nach dem Lesen des Beitrags von Downes stellten wir uns daher die Frage: Ist das wirklich so? Verlangen wir nach virtuellen Bildungsmöglichkeiten, die rund um die Uhr zugänglich sein müssen? Fällt es uns wirklich so einfach, mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen und relevante Informationen herauszufiltern, wie es von Digital Natives behauptet wird? Diese Frage stellen wir uns nicht nur selbst, auch in unseren Workshops war dies oft Knackpunkt der Diskussion. Daher fragen wir uns: Sind es wirklich wir, von denen er redet?

Oder haben traditionelle Seminare nicht auch ihren Charme? Freuen wir uns nicht auch auf Diskussionen mit Menschen, die wahrhaftig neben uns sitzen? Sonst würden Blogbeiträge wie dieser nie zu Stande kommen. Auch wir waren sehr gespannt, wen wir in den nächsten Wochen virtuell begleiten werden und haben uns daher sehr über eure Teilnahme an den Präsenz-Workshops gefreut. Ist es in Präsenzworkshops nicht auch einfacher den Überblick zu behalten und einer Datenflut inklusive rauchendem Kopf, vor denen wir auch eine natürliche Furcht hegen, aus dem Weg zu gehen?

Schwere Frage…wir freuen uns auf eure Kommentare und Blogbeiträge! 🙂

Eure E-Tutorinnen

Marlen & Selina